Dienstag, 21. Februar 2012

Lachgas Wirkung / Geschichte

Di-Stickstoff-Oxid oder auch Lachgas wurde 1772 entdeckt und zum ersten Mal herge-
stellthergestellt. Der Entdecker war der englische Beamte und Forscher
Joseph Priestley, der auch andere wichtige Gase wie Sauerstoff, Koh-
lenmonoxid und Schwefeldioxid isoliert und hergestellt hat.

Erst um 1840 fiel dem Zahnarzt HoraceWells auf, dass sich einige
Personen unter Lachgas verletzten, ohne es zu bemerken. Am 11. De-
zember 1844 wollte es der Zahnarzt genau wissen. Er lud einen Kolle-
gen ein, ließ sich mit Lachgas betäuben und spürte es kaum, als ihm ei-
ner seiner Backenzähne mit der Zange herausgerissen wurde. Nach
wiederholtem Erfolg mit Lachgas in seiner Zahnarztpraxis versuchte
Wells selbst, eine überzeugende Demonstration in der Harvard Medica
School in Boston durchzuführen. Aus einem uns nicht mehr bekannten
Grund wurde der Zahnarzt jedoch vom enttäuschten Publikum ausge-
pfiffen, obwohl der Demonstrationspatient nicht fühlte, dass einer sei-
ner Zähne extrahiert wurde. Drei Jahre später war Wells ruiniert und
beging Selbstmord. Zu dieser Zeit war er bereits von Lachgas, Ether und
Chloroform abhängig. Erst ca. 150 Jahre später wurde er zum „Entde-
cker der Anästhesie“ ernannt.
Fünfzehn Jahre nach Wells Selbstmord begann Lachgas in Zahn-
arztpraxen wieder populär zu werden. Obwohl damals 100 Prozent
Lachgas über die Atemmaske gegeben wurde, kam es zu erstaunlich
wenig Zwischenfällen durch Sauerstoffmangel. Ein Zahnarzt berichtete
über mehr als 120000 Lachgasnarkosen ohne Komplikationen. Lachgas
begann mit den Jahren die damals verbreiteten Narkosemittel Ether
und Chloroform zu verdrängen.
Heute werden bei größeren chirurgischen Eingriffen andere Nar-
kosemittel bevorzugt. Da der Patient bereits ein bis zwei Minuten nach
einer Lachgasnarkose wieder ansprechbar ist, werden sie weiterhin be
der Geburtshilfe und in Zahnarztpraxen angewandt. Heute wird aller-
dings eine Mischung aus Lachgas und Sauerstoff gegeben, um die Ersti-
ckungsgefahr und eine damit verbundene Hirnschädigung zu vermei-
den. Lachgas gilt als ein relativ nebenwirkungsfreies Narkosemittel
wenn es nicht zu häufig eingenommen wird.

Heute werden bei größeren chirurgischen Eingriffen andere Nar-
kosemittel bevorzugt. Da der Patient bereits ein bis zwei Minuten nach
einer Lachgasnarkose wieder ansprechbar ist, werden sie weiterhin bei
der Geburtshilfe und in Zahnarztpraxen angewandt. Heute wird aller-
dings eine Mischung aus Lachgas und Sauerstoff gegeben, um die Ersti-
ckungsgefahr und eine damit verbundene Hirnschädigung zu vermei-
den. Lachgas gilt als ein relativ nebenwirkungsfreies Narkosemittel,
wenn es nicht zu häufig eingenommen wird.

Anwendung und Einnahme / Konsum

Das Einatmen von Lachgas aus Tankbehältern ohne hierfür vorgesehene Druckregler und Atemmasken
kann daher lebensgefährlich sein.

Gelegentlich werden Luftballonsmit Lachgas gefüllt. So kann eine
Einzelperson eine Gasmenge von 1−2 Inhalationen gefahrlos zu sich
nehmen. Ballons können allerdings meistens nur 2−3 mal gefüllt wer-
den, anschließend sind die Materialeigenschaften so verändert, dass sie
reißen. Diese Form des Konsums ist bei Musikkonzerten oder größeren
Partys verbreitet.
Da es in den letzten Jahren schwerer geworden ist, kommerzielle
Lachgastanks zu beziehen − in Amerika ist der Gebrauch für Laien sogar
illegal − haben viele Benutzer begonnen, die lebensmitteltechnische
Lachgasanwendung zu nutzen. Es werden kleine Patronenmit 10ml für
Sahnespritzer verkauft, damit das Lachgas sich mit der frischen, flüssi-
gen Sahne vermischen und der Kunde fertige „geschlagene“ Sahne di-
rekt ausspritzen kann.

Sollte der Kunde „vergessen“, flüssige Sahne in
den Sahnespritzer zu füllen, wird das Gas beim Einschrauben den Kanister füllen und kann anschließend problemlos in einen Luftballon
entleert werden. Eine Gaspatrone reicht für einen Ballon.
Diese Methode findet mehr und mehr Anhänger, da Lachgasmi-
schungen für die Autoindustrie und für Tauchausrüstungen mehr Bei-
mischungen aufweisen und auch schwerer zu erhalten sind.
Beim Inhalieren sollte der Benutzer sitzen oder liegen, da eine
rasche Bewusstlosigkeit oder Schwindel sonst zu schweren Verletzun-
gen beim Stürzen führen kann. Auch ist der Gebrauch von Luftballons
am ehesten zu empfehlen, da ein Kontrollverlust durch Bewusstlosig-
keit allenfalls dazu führt, dass das restliche Gas den Ballon harmlos
durch die Gegend flattern lässt. Einige Todesfälle sind bekannt, wo
Lachgasbenutzer in luftdichten Räumen oder mit angeschnallten
Atemmasken erstickt sind

Wirkung von Lachgas


Allgemein wird vermutet, dass die Fettlöslichkeit der Substanz die fett-
reichen Zellmembranen z. B. in Nervenzellen in ihrer Funktion verän-
dert. Hierdurch tritt eine allgemeine Funktionsstörung ein, die von
Menschen hauptsächlich als Verminderung des Bewusstseins, Eupho-
rie, Angstminderung und Schmerzlinderung erlebt wird. Zusätzliche
Wirkungenwie Übelkeit, Gleichgewichtsstörungen und Kopfschmerzen
können ebenfalls festgestellt werden. Letztendlich existieren bis heute
keine konkreten Beweise bzw. konkretere Vorstellungen darüber, wie
Lachgas die Hirnfunktion des Menschen beeinflusst.
Meistens wird der Zustand als eine Art Trance oder Hypnose er-
lebt, in der das Bewusstsein entweder auf unwesentliche Dinge einge-
engt wird oder stark erweitert die Synthese aller Gegensätzlichkeiten
erfasst. Bei niedrigeren Dosierungen wird zwar das meiste in der Um-
gebung wahrgenommen, allerdings nicht mehr als wichtig oder be-
drohlich angesehen. Alles scheint angenehm gleichgültig zu sein.
Da Lachgas sich durch das Lungengewebe extrem schnell im Blut
verteilt, tritt die Wirkung einer Inhalation bereits nach einigen Sekun-
den auf.Meistens werden die Benutzer schlagartig entspannter, lustiger
und erleben rauschartige Bewusstseinsveränderungen. Wenn keine
weiteren Inhalationen folgen, klingen die psychischen Wirkungen be-
reits nach wenigen Sekunden oder einigen Minuten wieder ab. Durch
denWunsch, diesen Zustand aufrechtzuerhalten bzw. zu vertiefen, lau-
fen die meisten unwissenden Benutzer Gefahr zu ersticken oder Lang-
zeitschädigungen davonzutragen.
Im intoxikierten Zustand kann das rationale und logische Denken
benutzt werden, allerdings ist die Funktionsweise anders als bei nüch-
ternen Personen.Manche haben die Lachgaswirkung wie eine verzerrte
Zenmeditation beschrieben, in der anscheinend tiefsinnige Sätze durch
ihre nachträgliche Absurdität eine andere, unerwartete Bedeutung er-
gaben.
Am berühmtesten ist die Lachgasaussage von William James um
1880: „There are no differences but differences of degree between different
degrees of difference and no difference“ („Es gibt keine anderen Unter-
schiede als den graduellen Unterschied zwischen unterschiedlichen
Graden des Unterschieds und keinem Unterschied“).
Körperliche Wirkung: Solange kein Sauerstoffmangel durch eine zu
hoch konzentrierte und zu langandauernde Lachgasinhalation eintritt,
hat die Substanz eine erstaunlich geringe körperliche Wirkung. Weder
die Herzfunktion noch die Funktionen der inneren Organe werden
nennenswert beeinflusst. Lachgas reizt als solches nicht einmal die
Luftwege.
Bei wiederholtem Gebrauch kann es zu einer Gewöhnung kom-
men. Der Benutzer brauchtmit der Zeit immer größereMengen Gas, um
dieselbe Wirkung zu erzielen. Sie kann zu einer psychischen Abhän-
gigkeit führen, eine körperliche Abhängigkeit wurde jedoch noch nicht
beschrieben.
Eine gravierende Langzeitnebenwirkung bei langanhaltendem
Gebrauch von Lachgas ist eine Schädigung der längeren Nervenbahnen
(Polyneuropathie). Lachgas zerstört eine Kobaltverbindung in den B12-
Vitaminen, so dass die schützenden Hüllen der Nervenzellen nicht
mehr korrekt aufgebaut werden können. Zuerst werden Kribbelemp-
findungen in Händen und Füßen verspürt, später treten Gefühllosigkeit
und Gangschwierigkeiten ein. Theoretisch kann diese Schädigung,
wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt wird, zum Tode führen.
Lachgas sollte nicht bei Schwangeren benutzt werden, da eine
schädigende Wirkung auf Ungeborene bekannt ist.

Lachgas wird nicht in Drogenscreening-Untersuchungen überprüft.

2 Kommentare:

  1. Ich würde noch hinzufügen das durch die Einnahme von B12 Präparate diese Zerstörung repariert werden kann.

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  2. Gebt das Gras frei, damit Kinder nicht auf dumme Ideen kommen! :((((((((((((((((

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